Langinhalt
Ein Mann (Christoph Baumann) durchstreift einsam die Stadt, allein mit sich und seinen Gedanken. Er wohnt in einer großen, kaum eingerichteten Wohnung: Nur eine Matratze liegt auf dem Boden im Wohnzimmer, und in einem Zimmer türmen sich, unberührt, sorgfältig beschriftete Umzugskartons bis unter die Decke. Oft zieht es ihn auf die Hochhausdächer über München. Er starrt in den Abgrund der Häuserschluchten und betrachtet das hektische Treiben der Stadt unter sich.
Auf einem dieser Dächer trifft er Joy (Genoveva Mayer), die ihn zunächst für einen Selbstmörder hält. Joy ist jung, schön und ein wenig verrückt. Etwas fasziniert sie an dem geheimnisvollen, in sich gekehrten Mann, und sie überredet ihn, mit ihr etwas trinken zu gehen.
In der Nacht ruft sie ihn an. Sie fasst Vertrauen zu ihm, erzählt ihm von ihrer letzten Beziehung und dass sie auf der Suche nach etwas Besonderem sei, nach der großen Liebe. Der Mann hört ihr lange zu und zeigt sich verständnisvoll, doch er erzählt ihr nichts von sich.
Joy nimmt ihn am folgenden Abend mit zu einem Treffen ihres Freundeskreises (Oliver Scheffel, Leander Modersohn, Marguerita Schumacher): Ein Haufen sympathischer, exzentrischer Pseudo-Intellektueller, die mit Vorliebe über den Sinn des Lebens debattieren. Nach einem merkwürdigen Abend küssen der Mann und Joy einander in ihrem Wagen. Als er sie in seine Wohnung bittet, lehnt sie ab und lässt ihn allein vor seinem Haus zurück.
Am Abend gehen sie mit Joys Freunden in einen Club. Joy ist wütend auf den Mann, sie lässt ihn links liegen und wendet sich ihrem Exfreund zu. Sie tanzt wild und betrinkt sich, verlässt den Club jedoch wieder in Begleitung des Mannes. In der Tiefgarage presst sie ihn gegen ihr Auto, sie legt seine Hand auf ihre Brust und fragt ihn, ob es das sei, was er wolle. Als der Mann auf ihre Annäherungsversuche eingeht, weist sie ihn zurück, sie wirft ihm vor, er spiele ihr etwas vor und wolle sie nur ins Bett bekommen, wie jeder andere auch. Der Mann erwidert nichts. Sie setzt ihn vor seinem Haus ab und verschwindet, er bleibt allein zurück.
Wieder streift der Mann einsam durch die Stadt, allein mit seinen Gedanken. Nachts sitzt der Mann neben den Umzugskartons, er nimmt das Telefon, wählt und erreicht – Christine (Isabell Scholz). Als sie seine Stimme erkennt, legt sie auf.
Einige Nächte später kehrt er zurück in denselben Club, er findet sie und bittet sie, mitzukommen. Sie folgt ihm.
Die beiden sitzen auf einem S-Bahnhof, und er erzählt ihr von seiner Vergangenheit. Er sei in den Bergen verunglückt und habe zwei Jahre im Koma gelegen. Seine Freunde hätten sich von ihm abgewandt, denn sie gäben ihm die Schuld am Tod von Anna (Mira Gittner), die damals mit ihm abgestürzt sei. Doch er erinnere er sich nicht an den Unfall. Einzig Christine hätte ihn im Krankenhaus besucht, doch auch mit ihr habe er nicht sprechen können.
Joy ist fasziniert von der Geschichte des Mannes. Sie will ihm helfen, mit der Vergangenheit fertig zu werden, und in ihm scheint sie die Erfüllung ihrer Suche nach einem Sinn ihres Lebens zu sehen. Sie schläft bei ihm, doch will nicht mit ihm schlafen: Er sei noch nicht bereit dafür.
Joy macht sich daran, sein Leben auf den Kopf zu stellen. Auf einem Flohmarkt kaufen die beiden ein Sofa, um die karge Wohnung des Mannes gemütlicher zu machen. Und sie drängt ihn, sich um seine alten Freunde zu bemühen. Er soll Christine anrufen und ihr auf den Anrufbeantworter sprechen, immer wieder, bis sie reagiert. Der Mann lässt Joy in allem gewähren, und doch scheint er nicht in der Lage, sich voll und ganz auf sie einzulassen.
Der Mann sieht Joys Freundeskreis wieder: Sie sitzen nachts auf einer Dachterrasse zusammen, es kreist ein Joint, und die Freunde philosophieren über den Tod. Der Mann wirkt abwesend, und auch Joy stört sich an der Oberflächlichkeit des Gesprächs. Als der Mann und Joy in seine Wohnung kommen, spricht Christine auf seinen Anrufbeantworter: Sie will ihn treffen.
Das erste Wiedersehen mit Christine ist verstörend, überschattet von Annas Tod. In einer Kirche berichtet Christine von den alten Freunden. Stefan (Christian Ammermüller) und sie hätten sich nichts mehr zu sagen und Jan (Maik van Epple) habe sich vollkommen zurückgezogen. Sie selbst könne nichts über den Unfall sagen, sie habe alles nur aus den Berichten der anderen erfahren.
Der Mann lädt Christine zum Abschied auf eine Party in seiner Wohnung ein, eine Sofaeinweihungsparty, organisiert von Joy und mit Joys Freunden.
Die Party ist chaotisch: Joy hat eine Menge seltsamer Typen eingeladen, die sich in der Wohnung des Mannes ausbreiten – einer von ihnen sperrt sich im Badezimmer ein und droht, sich umzubringen. Christine hat Stefan mitgebracht. Inmitten des Trubels versuchen die drei auf dem Sofa ein mühsames Gespräch über Stefans geplanten Umzug ins Ausland im Gang zu halten. Der Abend ist eine Katastrophe. Joy tut ihr Übriges, auch indem sie beim anschließenden Discobesuch Christine und Stefan verkuppeln will, was vollständig misslingt.
Am nächsten Morgen überrascht Stefan den Mann und Joy beim Frühstück. Die beiden Männer sprechen miteinander, zwar nicht über den Unfall, doch Stefan gesteht dem Mann seine jahrelange, heimliche Liebe zu Christine. Er träumt von einer Beziehung und wäre dafür bereit, seinen Plan, ins Ausland zu gehen, aufzugeben; doch er ist sich sicher, dass er damit seinen Job verlieren würde. Verzweifelt sucht er nach einer Antwort auf die Frage, weshalb Christine wieder Kontakt zu ihm aufgenommen hat.
Der Mann rät ihm, mit Christine zu sprechen.
Als Stefan fort ist, holt der Mann aus einem der Umzugskartons in seiner Wohnung einen Stapel Photos. Er zeigt sie Joy. Es sind Bilder aus den Bergen, aufgenommen bei dem Ausflug mit Christine, Jan, Stefan und Anna, bei dem es zu dem Unglück kam. Joy ist gebannt von den Bildern, sie erwecken in ihr eine morbide Faszination. Sie bringt den Mann dazu, die Photos an die immer noch kahlen Wände seiner Wohnung zu hängen.
Wenig später macht sich der Mann auf den Weg zu Stefan. Er trifft ihn in dessen leer geräumter Wohnung. Stefan ist reserviert. Er sagt, Christine habe ihn abgewiesen und ihm gesagt, sie liebe ihrerseits – den Mann. Stefan ist der Meinung, es sei nichts weiter zu sagen. Er werde so bald wie möglich abreisen.
Der Mann ist verzweifelt. Er sieht seine Chancen zerstört, die Wahrheit über Annas Tod zu erfahren, denn auch zu Christine kann er nun keinen Zugang mehr finden.
Joy rät ihm, die Sache für eine Weile ruhen zu lassen, er könne ohnehin nichts erzwingen. Der Mann versucht, sich auf seine Beziehung mit Joy einzulassen und die beiden sind glücklich. Dennoch bleibt eine innere Distanz auf Seiten des Mannes.
Nach einigen Wochen meldet sich unvermittelt Christine. Sie will Stefan verabschieden und fragt den Mann, ob er mitkommen wolle. Joy und er machen sich sofort auf den Weg. Sie erreichen Stefan in letzter Minute, als dieser schon auf dem Weg zum Flughafen ist. Er ist überrascht sie zu sehen, doch seine Wut über Christines Zurückweisung ist verflogen. Er scheint bereit, alles hinter sich zu lassen und anderswo ein neues Leben zu beginnen.
Kurz bevor er geht, gesteht er noch dem Mann, dass er ebenfalls nicht wisse, was in den Bergen geschehen sei. Einzig Jan habe alles genau gesehen. Ihn müsse der Mann finden, um die Wahrheit zu erfahren.
Joy zieht bei dem Mann ein und beide entschließen sich, Urlaub in Kroatien zu machen. Vorher versucht der Mann noch, Jan zu erreichen, er spricht ihm auf den Anrufbeantworter, doch bis zu ihrer Abreise reagiert Jan nicht darauf.
Der Mann und Joy verleben zwei unbeschwerte Wochen in Kroatien, sie schlafen zum ersten Mal miteinander, und ihr Glück scheint perfekt. Doch zum Ende des Urlaubs beginnt sich bei der sprunghaften Joy eine nagende Unzufriedenheit einzuschleichen. Die fortwährende Trübsinnigkeit des Mannes frustriert sie, und sie droht das Interesse an ihm zu verlieren.
Wieder zuhause ist nichts mehr so, wie es war. Die Beziehung der beiden beginnt zu zerbrechen.
Dann taucht auf einer Party mit Joys Freundeskreis aus dem Nichts Jan auf. Während ihrer Abwesenheit ist er mit Joys Freunden vertraut geworden, und er benimmt sich, als sei daran nichts Ungewöhnliches. Der Überraschung des Mannes tritt er mit entnervender Ruhe gegenüber: Er werfe dem Mann nichts vor, die Vergangenheit sei abgeschlossen und interessiere ihn nicht mehr. Der Mann kann das nicht glauben.
Joy wirft ihm vor, er lebe in der Vergangenheit. Er solle dem Beispiel von Jan folgen und die Geschichte von damals hinter sich lassen. Die Anwesenheit von Jan macht das Zusammentreffen mit Joys Freunden für den Mann unerträglich: Er ist überzeugt, dass Jan etwas gegen ihn plant, sein Misstrauen macht ein Gespräch zwischen ihnen unmöglich.
Joy kann ihn nicht verstehen und ist nicht bereit, ihre Freunde und ihr umtriebiges Leben für den Mann aufzugeben. Die beiden entfernen sich immer weiter voneinander.
Auch kann Joy sich dem Einfluss des charismatischen Jan nicht entziehen, die beiden kommen einander näher, und Joy unternimmt viel mit ihren Freunden und Jan. Der Mann wirft ihr dies als Verrat vor. Als sie eines Nachts spät heimkehrt, kommt es zum Streit, und Joy verlässt die gemeinsame Wohnung. Der Mann ist entsetzt, doch es gelingt ihm nicht, sie aufzuhalten.
Der Mann irrt durch die nächtliche Stadt, betrinkt sich und endet bei Christine. Gemeinsam mit ihr versucht er, mit Joy zu sprechen, doch Jan scheint sie vollends für sich eingenommen zu haben und lässt sie nicht mehr los. Sie weigert sich, mit dem Mann zu sprechen.
Christine versucht, ihn zu unterstützen, doch nun, da Joy ihn verlassen hat, entflammt vollends ihre Liebe zu ihm. Er ist unfähig darauf einzugehen und weist sie zurück. Christine versteht ihn, aber sie ist nicht gewillt ihre Gefühle zu verleugnen, und es ist ihr unmöglich, nur mit ihm befreundet zu sein. So verliert er auch sie.
Der Mann bricht zusammen. Als er Monate später erfährt, dass Joy von Jan schwanger ist, verliert der Mann beinahe den Verstand. Er gerät in einen Strudel von Traum und Wirklichkeit, in seinem Kopf wirbeln die losen Fetzen seiner Erinnerung, er erkennt die Realität nicht mehr, weiß nicht mehr, was er glauben soll. Und doch kann er endlich die Vergangenheit hinter sich lassen und erkennt, dass in Wahrheit keiner, und doch alle, die Schuld an Annas Tod tragen. Er war nur ein willkommenes Opfer, die Schuld zu verdrängen. Von einem Münzfernsprecher ruft er Joys Anrufbeantworter an und verabschiedet sich von ihr.
Der Mann eilt durch die dunklen Straßen Münchens. Mit jedem Schritt und mit jedem Wort, dass er Joy auf den Anrufbeantworter spricht scheint der Schmerz der letzten Monate von ihm abzufallen. Ein neuer Lebenswille ist in ihm erwacht, und er kennt nur noch ein Ziel.
Endlich steht er vor Christines Tür. Sie öffnet und sieht ihn überrascht an.
Dann lächelt sie...